Das kann nur lecker werden: Alb-Linsengemüse und Getreiderisotto

Patrick Jabs von der Kochschule lecker werden in Essen, Mitglied der Slow Food Chef Alliance, hat am Bio-Mobil in Bochum gezeigt, wie einfach und köstlich regionale Bio-Küche sein kann. Mit frischem Bio-Gemüse vom Klosterberghof, der seit über 30 Jahren nach Bioland-Richtlinien wirtschaftet, wurden die Zutaten sorgfältig ausgewählt. Geliefert wurde das Gemüse vom Bio-Lieferservice Flotte Karotte.

 

Daraus zauberte Patrick Jabs zwei sommerliche Gerichte, die nicht nur satt, sondern auch glücklich machen. Und weil Patrick Jabs die Regionalität seiner Zutaten so wichtig ist, hat er sich für zwei echte Protein-Stars aus Deutschland entschieden: Die Alb-Linsen und das Urgetreide Dinkel.

 

Sommer auf dem Teller mit Alb-Linsengemüse

Lange Zeit war der Linsenanbau aus Deutschland verschwunden. Heute wird die „Alb-Leisa“ (schwäbisch für Linse) wieder auf der Schwäbischen Alb angebaut – mit viel Sorgfalt und in Bio-Qualität. Ihr feiner Geschmack und ihre gute Kochfestigkeit machen die Alb-Linse zur perfekten Basis für kreative Gemüsegerichte.

Der Koch Patrick Jabs am Bio-Mobil in Bochum wie er Zitronenabrieb zum Gericht hinzufügt.
Patrick Jabs am Bio-Mobil in Bochum

 

Das brauchst du für 4 Personen:

  • 200 g Alblinsen (gekocht)
  • 50 g Möhren, klein gewürfelt (5 mm)
  • 50 g Staudensellerie, klein gewürfelt (5 mm)
  • 50 g Zwiebel, klein gewürfelt (5 mm)
  • 50 g Porree, fein geschnitten
  • 50 g gemischte Pilze, geschnitten und angebraten
  • 3 EL Traubenkernöl
  • 250 ml Bio-Gemüsebrühe
  • 3 EL Blattpetersilie, geschnitten
  • dunkler Aceto Balsamico (mind. 6 Monate gereift)
  • 50 ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Die Alb-Linsen ca. 20 Minuten bissfest kochen. Zwiebeln und Gemüse in Traubenkernöl anschwitzen, mit Gemüsebrühe ablöschen und 5–10 Minuten köcheln lassen. Die Alb-Linsen zugeben und alles gut durchschwenken. Mit Aceto, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken. Zum Schluss die gebratenen Pilze unterheben – fertig ist ein sommerlich-leichtes Alb-Linsengericht.

 

Bio von hier: Getreiderisotto mit Gemüse und würzigem Bergkäse

Ein klassisches Risotto wird mit Risottoreis zubereitet, welcher meist aus Italien importiert wird. Wegen der kürzeren Transportwege greift Patrick Jabs lieber auf regionale Zutaten zurück. Deswegen bereitet er sein Risotto statt mit Reis mit dem Urgetreide Dinkel aus Bio-Anbau zu. Das bringt nicht nur regionalen Geschmack, sondern auch mehr Nährstoffe auf den Teller: Dinkel enthält mehr Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Reis. Kombiniert mit frischem Gemüse und würzigem Bergkäse wird daraus ein echtes Wohlfühlgericht.

Getreiderisotto mit grünem Gemüse am Bio-Mobil in Bochum
Getreiderisotto mit grünem Gemüse

Für 4 Personen brauchst du:

  • 250 g Urgetreide (z.  Bio-Dinkel)
  • 1 Zucchini, fein gewürfelt
  • 1 Knolle Kohlrabi, 1×1 cm gewürfelt und blanchiert
  • 2 Schalotten, fein geschnitten
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gewürfelt
  • 900 ml heiße Bio-Gemüsebrühe
  • 150 ml Weißwein
  • 100 g Butter
  • Bergkäse nach Geschmack
  • 100 g Porree, fein geschnitten
  • 200 g Spitzkohl, fein geschnitten
  • 2 EL glatte Petersilie, fein geschnitten
  • Etwas Öl zum Braten
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: Saft einer Zitrone

So bereitest du dir die Protein-Power zu:

Schalotten und Knoblauch in etwas Öl goldgelb anbraten. Zucchini und Kohlrabi zugeben und kurz mitbraten. Das Getreide einrühren, anrösten und mit Weißwein ablöschen. Wenn der Wein fast verkocht ist, nach und nach die heiße Brühe zugeben und bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten garen – dabei regelmäßig rühren. Porree und Spitzkohl unterheben und weitere 5 Minuten mit garen. Mit Salz, Butter, Bergkäse und ggf. etwas Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss die Petersilie unterrühren.

 

Du kannst gar nicht genug kriegen von pflanzlichen Eiweiß-Stars? Wie wärs mit einem Linsensalat mit Roter Bete & Ziegenkäse oder einem herzhaftem Linsen-Mille-Feuille?

_____________________________________________________________________________________________________________

Text: Luisa Kortmann, Bioland e.V. 

Bild: Bioland e.V.